Lebensmittelsicherheit

Unsere Verantwortung für sichere Produkte.

Täglich verzehren viele Verbraucher unser Fleisch und die daraus verarbeiteten Erzeugnisse. Unser Ansporn ist es, ihnen maximal sichere Lebensmittel anzuvertrauen.

Lebensmittelsicherheit

Als Hersteller von Fleisch und Fleischerzeugnissen tragen wir die Verantwortung, möglichst sichere Lebensmittel zu produzieren. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden erforderlich. Zusätzlich bemühen wir uns um eine möglichst gute Aufklärung der Verbraucher zu den Inhaltsstoffen und den Regeln für die Zubereitung unserer Produkte.

Bei der Sicherung der Lebensmittelqualität legen wir selbst höchste Ansprüche an unsere Arbeit. Zudem sind wir gefordert, unsere Prozesse und unser Vorgehen fast 1000 Mal im Jahr in externen Audits an internationalen Standards messen zu lassen.

Dr. Gereon Schulze Althoff

Chief Sustainability Officer

Unsere Maßnahmen

Fleisch ist ein besonderes Lebensmittel

Einerseits ist es von großer Nährstoffdichte und enthält viele lebenswichtige Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Andererseits müssen besonders bei der Fleischerzeugung – vom Anbau der Futtermittel bis zum Endprodukt – viele Kontrollschritte ineinandergreifen, um das Fleisch sicher zu machen.

Tönnies liefert Produkte mit der höchstmöglichen Frische, Sicherheit und Haltbarkeit aus. Unsere Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit setzt sich aus zwei Schlüsselaufgaben zusammen:

  1. lebensmittelrechtliche Vorgaben einhalten
  2. an den Risiken orientierte Systeme zur Produktsicherheit umsetzen

Wie unter der Lupe – permanent behördlich überwacht

Viele Arbeitsschritte müssen ineinandergreifen, damit wir sichere Lebensmittel herstellen und ausliefern.

Angefangen bei der Auswahl der Tiere bis hin zu mehreren Kontrollpunkten während der Herstellung – jedes Schwein und jedes Rind, das wir schlachten, wird von amtlichen Veterinären untersucht. Nur wenn es nach der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung als genusstauglich anerkannt ist, findet der Schlachtkörper den Weg in die Lebensmittelkette. Daneben wendet die Tönnies-Gruppe auf allen Produktionsebenen konsequent ein ganzheitliches Qualitätsmanagement an.

Dafür verfügen wir über ein durchgängiges Monitoring-Konzept und verschiedene Qualitätssicherungs-Systeme, die nach den höchsten nationalen und internationalen Standards von QS, IFS und / oder BRC zertifiziert sind.
Jeder Produktionsbetrieb der Tönnies-Gruppe unterliegt einer behördlichen Zulassung. Die Arbeit wird von den jeweils zuständigen Veterinärbehörden in einem engmaschigen Kontrollsystem überwacht.

Qualitätsmanagement auf ganzer Linie

Damit Geschmack, Konsistenz und Frische unserer Produkte tagtäglich auf gleich hohem Niveau bleiben, haben eine ganze Reihe an Fachleuten technische Finessen und Abläufe im Sinne der Lebensmittelsicherheit entwickelt. Mit mehr Automatisierung vermeiden wir potentielle Fehlerquellen in unseren Betrieben. Durch Bündelung und Spezialisierung von Produktionsverfahren in einzelnen Betrieben oder Betriebsteilen schaffen wir Kompetenzzentren und steigern die Prozesssicherheit.

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Weitere Informationen

Jeder, der mit Lebensmitteln umgeht, hat eine besondere Verantwortung. Dazu benötigen wir sachkundige Mitarbeiter. Mit einer Plattform für Online-Schulungen in der Tönnies-Akademie, in persönlichen Schulungen und mithilfe weiterer Trainingsmaßnahmen schaffen wir die Voraussetzung, dass jeder weiß, was zu tun ist.

Auf jedem Etikett unserer Artikel ist die Charge vermerkt. Die Nummer zeigt uns in unseren Datenbanken, welche Rohstoffe verwendet wurden und wo sie herkommen. Auch die Produktionszeit ist hinterlegt. Wird festgestellt, dass ein Produkt möglicherweise ein Risiko beinhaltet, ermöglicht uns das System, betroffene Chargen frühzeitig zu sperren.

Unser mehrstufiges Kontrollsystem

besteht aus

  • einem durchgängigen HACCP-System (Hazard Analysis und Critical Control Points). Dadurch werden Lebensmittelsicherheitsgefahren gezielt analysiert. Für die relevanten Risiken werden dann gezielte Vorbeuge- und Kontrollsysteme etabliert und ständig überwacht.
  • einer umfangreichen mikrobiologischen, physikalischen und chemischen Überwachung unserer Produkte in internen und externen Laboratorien.
  • vielfältigen internen Kontrollen und Audits der Prozesse und Produkte
    Beispiele:
    – Hygienekontrollen vor dem Produktionsbeginn und während des Betriebes
    – kontinuierliche Temperaturkontrollen/Produktkontrollen in unseren Prüfcentern:
    – Prüfung von Fett- und Eiweißgehalt
    – Röntgendetektion auf Fremdkörper
    – Dichtigkeitscheck der SB-Packungen
    – präzise Restsauerstoff-Messungen
    – Waren-Auszeichnungskontrollen
    – Chargenkennzeichnung jeder Verpackung
  • externen Audits durch anerkannte Branchenstandards der Global Food Safety Initiative wie den IFS (International Featured Standard Food) oder den BRC (Standard des British Retail Consortium) und das System Qualität und Sicherheit (QS).

Unsere nächsten Ziele

Wir arbeiten permanent daran, die Sicherheit unserer Produkte weiter zu verbessern – beispielsweise im Rahmen von Innovationsprojekten mit dem Fokus auf Frische und Haltbarkeit. Dennoch kann nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, dass innerhalb der verschiedenen Produktionsstufen Fremdkörper in unsere Produkte gelangen. Moderne Detektionssysteme können viele, aber leider nicht alle Fremdkörper jederzeit finden. Gemeinsam mit Partnern und Lieferanten arbeiten wir deswegen an Lösungen, die Einträge von Fremdkörpern weiter zu reduzieren. Gleichzeitig sehen wir es als wichtig an, die Risikobewertung von Fremdkörpern für die Lebensmittelsicherheit weiter zu normieren.

Insbesondere Rohfleischerzeugnisse weisen gewisse mikrobielle Risiken auf. Durch die Anwendung des Hürdenkonzepts werden diese Risiken minimiert. Zusätzlich arbeiten wir mit Systemen der aktiven Freigabe. Das bedeutet, dass bestimmte Artikel erst nach erfolgter Laboruntersuchung für die Vermarktung freigegeben werden. Mit unseren Partnern und wissenschaftlichen Einrichtungen arbeiten wir zudem an weitergehenden Möglichkeiten, mikrobielle Risiken im Endprodukt zu reduzieren.

Hierzu haben wir 2018 mit unserem hauseigenen Labor Health Analytics Lab in Rheda-Wiedenbrück die Akkreditierung erreicht. Wir führen systematische Untersuchungen auf Salmonellen- und seit 2018 auch auf Toxoplasma-Antikörper durch. Wir haben uns vorgenommen, das Untersuchungssprektrum weiter auszubauen.

Der Experte

Fragen zur Lebensmittelsicherheit an Dr. Gereon Schulze Althoff, Leiter Qualitätsmanagement und Veterinärwesen Tönnies

Fleisch ist ein besonderes Lebensmittel. Auf der einen Seite ist es besonders nährstoffreich, auf der anderen hochsensibel für Verderb. Bakterien finden auf ungekühltem Fleisch nahezu perfekte Bedingungen vor. Es ist feucht und bietet vielfältige Nährstoffe. Deshalb muss man Fleisch unbedingt kühlen oder mit geeigneten Verfahren zur Haltbarmachung von Fleischerzeugnissen bearbeiten.

Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, möglichst sichere Artikel auszuliefern. Von der Landwirtschaft bis zum Verpacken muss alles stimmen, damit Risiken minimiert werden. Hierzu haben wir umfassende Vorbeuge- und Kontrollsysteme installiert.

Auch in der Küche kann man viel richtig und einiges falsch machen. Oft sind es im Falle einer Infektion nicht die Produkte selbst, die diese hervorgerufen haben, sondern eine Quelle, die durch eine sogenannte Kreuzkontamination in der Küche befallen wurde. Nicht selten kann sogar der Küchenlappen letztendlich Auslöser für eine Infektion sein. Für Details zum Schutz vor Lebensmitteinfektionen empfehlen wir die Verbrauchertipps des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Fallen Fehler erst nach der Auslieferung auf, bewerten wir zunächst die Risiken, die für den Endverbraucher davon ausgehen. Abhängig des Ergebnisses entscheiden wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden und den zuständigen Behörden darüber, ob wir die Waren zurücknehmen oder über die Medien einen öffentlichen Rückruf durchführen. In 2018 haben wir in der Tönnies Gruppe vier öffentliche Rückrufe durchgeführt. Alle Rückrufe der deutschen Lebensmittelwirtschaft finden Sie zum Beispiel auf www.produktrueckrufe.de

Fragen Sie uns!

Lebensmittelsicherheit betrifft uns alle, da wir uns alle mit sicheren Produkten ernähren wollen. Bitte fragen Sie uns, was Sie interessiert und wenn Sie etwas nicht verstehen. Unser Ansprechpartner Dr. Gereon Schulze Althoff, Chief Sustainability Officer, beantwortet Ihre inhaltlichen Fragen an dieser Stelle. Bei inhaltsgleichen Fragen werden die Antworten von uns gebündelt.

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    Dr. Gereon Schulze Althoff

    Leiter Qualitätsmanagement und Veterinärwesen