Tönnies bündelt Rinderschlachtung

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Tönnies bündelt Rinderschlachtung

Legden/Rheda-Wiedenbrück, 01. März 2023 – Tönnies Rind legt vorübergehend ihren kleinsten Rinder-Standort in Legden im westlichen Münsterland still. Damit reagiert die Sparte auf die allgemeine Situation in der Branche und der Landwirtschaft und damit einhergehend gesunkenen Lebendtier-Zahlen.

Die temporäre Stilllegung erfolgt zum 31. März 2023. Vorübergehend werden die Schlachtungen am Rinderkompetenz-Zentrum in Badbergen gebündelt. Das Unternehmen hat allen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Angebot gemacht, zu anderen Standorten der Gruppe zu wechseln. Die langjährigen Lieferanten-Beziehungen werden an den nahegelegenen Standorten Badbergen und Wilhelmshaven weitergeführt. Die Anpassungen in Legden sind aus Sicht des Unternehmens unumgänglich, um auf die veränderte Markt-Lage zu reagieren. Durch verschiedene Faktoren ist der Rinderbestand in Deutschland in den vergangenen Jahren um fast 12 Prozent gesunken.

Pressemitteilung

Zwei Standorte der Vion Food Group sollen zu Tönnies wechseln

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Zwei Standorte der Vion Food Group sollen zu Tönnies wechseln

Badbergen, 17. Januar 2023 – Tönnies übernimmt zwei Standorte der Vion Food Group. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung sollen der Rinderstandort Altenburg sowie der Schinkenveredelungs-Betrieb Ahlener Fleischhandel in das Rheda-Wiedenbrücker Familienunternehmen übergehen.

Es ist geplant, beide Betriebe so weiterzuführen wie bislang auch. Wie in der Vergangenheit auch, wird der Betrieb in Ahlen unter der Führung des Geschäftsführenden Gesellschafters Frank Böckenkötter völlig unabhängig und autark weitergeführt. Mit Altenburg stärkt Tönnies zudem die eigene Rindfleischkompetenz.

Tönnies begrüßt Einigung auf neue EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten

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Tönnies begrüßt Einigung auf neue EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten

Rheda-Wiedenbrück, 07. Dezember 2022 – Als „entscheidenden Schritt für den besseren Schutz von Regenwäldern“ bezeichnete Clemens Tönnies die weltweit erste Verordnung für entwaldungsfreie Produkte und Lieferketten. Die Einigung von Europaparlament und Rat der EU-Staaten ist ein zentraler Schritt gegen die Entwaldung und wird alle Unternehmen stärken, die sich im harten Wettbewerb der europäischen Ernährungsindustrie für eine Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der EU einsetzen. „Wertschöpfungsketten müssen und können mit den neuen Regelungen nachhaltiger gestaltet werden“, so Clemens Tönnies.

Über die jetzt getroffenen Regelungen hinaus setzt sich die Tönnies Unternehmensgruppe dafür ein, neben Palmöl, Rindfleisch, Soja, Kaffee, Kakao, Holz und Kautschuk sowie daraus hergestellte Erzeugnisse auch Schweinefleisch mit in die Regulierungen einzubeziehen. Tönnies setzt sich im Verbund mit Futtermittelherstellern dafür ein, den Einsatz von Soja in Futterrationen massiv zu reduzieren und nur noch ausschließlich entwaldungsfreie Futtermittel einzusetzen.

Bereits 2017 hat Tönnies mit dem soja-reduzierten Fütterungskonzept „Toniso“ mit seinen landwirtschaftlichen Partnern eine drastische und breitflächige Reduktion des Soja-Einsatzes in der Schweine-Mast erreichen können. Diese und andere Aktivitäten machen Deutschland laut einer Studie des World Resource Instituts bereits jetzt zu dem Land, in dem Schweinefleisch am klimaeffizientesten produziert werden kann.

In die Verordnung sollte zudem auch der Schutz weiterer Ökosysteme aufgenommen und dazu den Begriff der „Entwaldung“ um „andere gehölzbestandene Flächen“ zwingend erweitert werden. Die bislang unterschiedliche Behandlung von Wäldern und anderen gehölzbestandenen Ökosystemen verkompliziert unnötig die Überwachung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Deshalb ist die Aufnahme von Buschland und baumarmer Flächen über die bestehenden Regelungen hinaus zwingend erforderlich.
Die jetzt beschlossene Verordnung ist jedoch eine gute Grundlage, um die Entwaldung und Waldschädigung zu reduzieren und um mit weiteren Maßnahmen darauf aufzubauen.

Tönnies-Fachmann gefragt

Leiter Tierschutz Jörg Altemeier unterwegs im Auftrag des Tierwohls

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Leiter Tierschutz Jörg Altemeier
unterwegs im Auftrag des Tierwohls

Rheda-Wiedenbrück, 10. Juni 2022 – Jörg Altemeier ist derzeit ein gefragter Mann. Der Leiter der Stabsstelle Tierschutz bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück war in den vergangenen Wochen gleich auf mehreren renommierten Fach-Veranstaltungen als Redner unterwegs. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Budapest und den Niederlanden. Dort sprach er unter anderem über die neusten Erkenntnisse in Sachen Tierschutz und die Afrikanische Schweinepest (ASP).

Ende April war Jörg Altemeier zu Gast auf dem Mitteldeutschen Schweineforum in Leipzig, wo er über das Thema ASP aus der Sicht eines Schlacht- und Zerlegebetriebs referierte. „Es muss das oberste Ziel sein, dass die ASP nicht weiter in den Hausschweinebestand gelangt. Die Landwirtschaft muss sich daher mehr denn je an die Prinzipien in Sachen Biosicherheit halten“, unterstrich der Tönnies-Experte.

In der folgenden Podiumsdiskussion ging es auch um Exportbeschränkungen aufgrund der ASP – und die Perspektiven für die Branche. „Der Export ist wichtig für uns. Wir exportieren keine ganzen Tiere zum Beispiel nach China, aber die Teilstücke, die hier niemand isst: Pfötchen, Schnäuzchen, Schwänzchen. Die sind dort Delikatessen“, sagte Jörg Altemeier. Nur so könne eine ganzheitliche Verwertung der Tiere und damit eine ganzheitliche Wertschöpfung gelingen.

Um die ASP ging es Mitte Mai auch auf dem renommierten Symposium zum Schweinegesundheitsmanagement (ESPHM) in Budapest. Dort war Jörg Altemeier als Keynote-Speaker vor 1.500 internationalen Expertinnen und Experten auf der Bühne. Neben dem Thema Biosicherheit als vorbeugende Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest legte er den Fokus auf die Zukunftsperspektiven der Branche. Zudem ging es um das eigene Labor der Unternehmensgruppe, das allein im vergangenen Monat mehrere zehntausend Proben der angelieferten Tiere genommen und untersucht hat. „Das gibt es in diesem Umfang nur in Deutschland“, erläuterte der Tierschutzexperte des Rheda-Wiedenbrücker Lebensmittelkonzerns.

Besonders gefreut hat sich Jörg Altemeier zudem über die Einladung der Tierschutzorganisation „Eyes on Animals“ zur Konferenz nach Zandvoort in den Niederlanden. Auf selbiger Veranstaltung sprach im Übrigen auch Prof. Dr. Temple Grandin, eine der renommiertesten Tierschutzforscherinnen der Welt.  Jörg Altemeier stellte in seinem Vortrag die vielfältigen und umfangreichen Tierschutzmaßnahmen bei der Entladung und Einstallung am Tönnies-Standort vor. So wird jedes Tier bei der Abladung durch geschultes Personal und zusätzlich von amtlichen Tierärzten der Veterinärbehörde unter die Lupe genommen. Die Schweine ruhen nach der Ankunft zudem zwei Stunden, bekommen dabei entspannende Musik auf die Ohren, eine Wasser-Berieselung von oben und Beschäftigungsmaterial. Darüber hinaus ist der Stall mit einer leichten Steigung von 3 Prozent gebaut worden. „Weil die Schweine lieber bergauf als bergab laufen“, wie Jörg Altemeier unterstreicht.

Das Unternehmen habe zahlreiche Tierschutzmaßnahmen etabliert, teils weit über den gesetzlichen Standard hinaus. „Aus ethischen Gründen ist das für uns selbstverständlich. Zudem würden wir uns ins eigene Knie schießen, wenn wir darauf nicht achten würden. Denn durch Stress und Panik leidet die Fleischqualität“, sagt der Tönnies-Tierschutzexperte. Damit auch stets alle Maßnahmen eingehalten werden, gibt es über die amtlichen Kontrollen hinaus eine mobile Audit-Applikation, mit der sich das Unternehmen selbst jeden Tag auf den Prüfstand stellt. Rund 200 Experten aus Deutschland und der EU verfolgten den Ausführungen gebannt. „Die Fragen und die Resonanz im Anschluss an den Vortrag waren durchweg positiv.“

Einige Tierschutz-Maßnahmen der Unternehmensgruppe wurden schon als Empfehlung für andere Betriebe aufgenommen. „Wir sind sehr weit im Tierschutz und tun viel dafür, dass es noch mehr wird. Das ist sicherlich vielen nicht bewusst“, so der Fachmann. Deshalb sei es umso wichtiger, immer wieder in den Dialog zu gehen, sich auszutauschen und offen und transparent zu sein. „Wir setzen uns gerne mit jeglicher Kritik auseinander und ich biete jedem an, der Bedenken oder Zweifel bezüglich unserer Tierschutz-Maßnahmen hat, unsere Standorte zu besichtigen und sich alles anzuschauen.“ Dafür warb Jörg Altemeier auf den drei Veranstaltungen. Und dafür wird er zum Beispiel auch im Juli in Leipzig werben, wenn er auf dem Deutschen Tierärztekongress erneut als Speaker auftritt.

Pressemitteilung

Tönnies-Landwirte: Verzicht auf Regenwald-Soja ab Ende 2022

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Fortsetzung der Nachhaltigkeits-Strategie

Tönnies-Landwirte: Verzicht auf Regenwald-Soja ab Ende 2022

Rheda-Wiedenbrück, 05. November 2021 – Lebensmittelproduzent Tönnies geht den nächsten Schritt in seiner Nachhaltigkeitsstrategie: Ab Ende 2022 wird der Lebensmittelproduzent Tönnies bei der Fütterung der Schweine in Deutschland auf den Einsatz von ausschließlich nachhaltigen Eiweißfuttermitteln setzen. „Der komplette Verzicht auf Soja aus Regenwaldgebieten und wertvollen Savannen Südamerikas ist unser Beitrag zur Rettung der wichtigen, ökologischen Ressourcen für die Welt und das Klima“, erläutert Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter.

„Mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel und dem Einsatz von vorwiegend einheimischen Eiweißpflanzen in der Tierfütterung leisten wir unseren Beitrag dazu, die Nachhaltigkeit unserer Lebensmittelproduktion weiter voranzutreiben.“ Mit diesem Schritt setzt Tönnies seine Entwicklung in diesem Bereich fort, die 2017 mit dem Fütterungskonzept „Toniso“ begonnen hat. Denn dadurch konnte der Einsatz von Soja in der Fütterung in den vergangenen vier Jahren um 25 Prozent reduzieret werden.

In Kooperation mit führenden Futtermittelherstellern arbeitet das Rheda-Wiedenbrücker Familienunternehmen nun an alternativen Lösungen, um in Zukunft ausschließlich nachhaltiges Soja für die Fütterung zu verwenden und den Einsatz heimischer Eiweißpflanzen zu stärken. Ab Ende 2022 akzeptiert Tönnies dann keine Schweine mehr aus Deutschland, die mit Soja aus Regenwaldgebieten gefüttert wurden. „Der Umstieg auf nachhaltige Eiweißfuttermittel ist zwingend. Konstruktive Gespräche mit der Futtermittelwirtschaft haben uns in unserem Ansatz bestärkt, dass die Umstellung auf regenwaldfreies Soja möglich ist“, ergänzt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Tönnies Landwirtschaftsabteilung.

Die dabei eventuell entstehenden Mehrkosten sollen über den Verkauf der Fleischprodukte für die Landwirte erwirtschaftet werden. „Wir müssen bei diesem nächsten Schritt unserer Nachhaltigkeitsstrategie zwingend unsere landwirtschaftlichen Erzeuger mitnehmen, um die notwendige Transformation voranzutreiben“, betont Clemens Tönnies.

Der Verzicht auf Regenwald-Soja ist ein weiterer Baustein in der T30-Nachhaltigkeits-Strategie des Unternehmens. Der Maßstab von Tönnies ist es, nachhaltig Lebensmittel zu produzieren. „Dafür schließen wir Kreisläufe und arbeiten ressourcenschonend“, sagt der Unternehmens-Chef.

Zum Hintergrund:

Der Anbau von Soja in einer vielfältigen Fruchtfolge ist grundsätzlich positiv. Die Pflanze ist als Leguminose in der Lage, den Stickstoffhaushalt des Bodens und das Bodenleben zu bereichern. Inakzeptabel ist Sojaanbau, wenn dafür Regenwälder und Grasland vernichtet werden und große Monokulturen entstehen. Seit 1960 hat sich die globale Anbaufläche von Soja auf 100 Millionen Hektar weltweit vervierfacht, mit dramatischen negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Tönnies sieht sich Kraft seiner Marktstellung in der Verantwortung, Wege zur Nachhaltigkeit aufzuzeigen und selbst zu beschreiten.

Pressemitteilung

Borchert, Tönnies und Vertreter des Handels besuchen Landwirt in Rheda

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Transformation der Landwirtschaft

Borchert, Tönnies und Vertreter des Handels besuchen Landwirt in Rheda

Rheda-Wiedenbrück, 04.11.2021 – Wenn in diesen Tagen die Koalitionsverhandlungen in Berlin für die künftige Bundesregierung laufen, dann ist auch der Bereich Landwirtschaft eines der großen und wichtigen Themen von SPD, Grüne und FDP. Dabei dreht sich (fast) alles um die Vorschläge der „Borchert-Kommission“. Gemeinsam mit Jochen Borchert selbst und Vertretern des Handels hat sich Clemens Tönnies in dieser Woche vor Ort bei einem Landwirt angeschaut, wo die Reise der Transformation der Landwirtschaft hingehen kann und wo es vor allem noch hakt.

Der landwirtschaftliche Betrieb in Rheda-Wiedenbrück hat vor einigen Jahren mit Unterstützung von Tönnies einen neuen Schweinestall der Haltungsform 3 für rund 600 Tiere gebaut. „Für mich war damals schon klar: Wenn ich neu baue, dann einen Außenklima-Stall“, erläuterte der Landwirt beim Vor-Ort-Termin. Auch ohne vorherige Abnahmegarantie ging er das Risiko ein – und wurde belohnt: Tönnies war Brückenbauer zwischen Landwirt und Handel, gemeinsam wurde ein neues Vermarktungs-Konzept entwickelt. Und das mit Erfolg.

Denn noch heute ist der Rheda-Wiedenbrücker mit seinem neuen Stall hochzufrieden. „Letztlich bin ich hiermit auch extrem flexibel, ich könnte von heute auf morgen auch wieder Konventionell, spezielle andere Programme oder Bio machen“, fügte der Landwirt hinzu.

Das Besondere an dem Stall: Von der nahegelegenen Straße aus kann man von außen in den Stall hineinschauen. Die Tiere können selbst durch eine Klappe rein- oder rausgehen. Zudem hat der Schweinebauer eine Kot-/Harntrennung installiert. Dadurch gibt es kaum Ammoniak-Bildung im Stall und es entsteht hochwertige Gülle für die Bestellung der Felder. Jochen Borchert lobte den Stall des heimischen Landwirts, stellte aber auch klare Forderungen an die Verhandlungspartner in Berlin: „Die Landwirte brauchen Planungssicherheit, sonst wandert die Nutztierhaltung in Deutschland ab – mit all seinen Folgen.“ Auch der Bauer selbst sprach sich eindeutig für die Umsetzung des erarbeiteten Papiers aus. „Dafür braucht es aber auch einen Abbau der Bürokratie und eine Vereinfachung des Baurechts“, so der Rheda-Wiedenbrücker beim Vor-Ort-Termin.

Clemens Tönnies lobte ausdrücklich die Ausarbeitung des ehemaligen Landwirtschaftsministers. „Was Jochen Borchert hier auf die Beine gestellt hat ist sensationell. Es ist ein nie da gewesener Konsens aller Beteiligten in der Kette, der NGOs und selbst der kritischen Geister“, so der geschäftsführende Gesellschafter der Tönnies Unternehmensgruppe. „Jetzt muss sich die Politik in Berlin auch dazu bekennen und die Umsetzung mit in den Koalitionsvertrag aufnehmen, damit die Landwirte in Deutschland eine Zukunftsperspektive haben.“ Gleichwohl betonte er erneut, dass Tönnies auch für diejenigen, die gerade erst konventionell neu- oder umgebaut haben, Vermarktungswege hat. „Wir lassen niemanden im Stich“, unterstrich Clemens Tönnies.

Pressemitteilung

Digitale Betriebsführung gewährt Einblicke in Tönnies-Produktion

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Online-Angebot

Digitale Betriebsführung gewährt Einblicke in Tönnies-Produktion

Rheda-Wiedenbrück, 02. Juli 2021 – Wie wird bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet? Und wie sehen eigentlich die Schlachtung und die Zerlegung aus? Fragen wie diese hat der Lebensmittelkonzern vor der Corona-Zeit den unzähligen Besuchergruppen mehrmals die Woche bei einer umfangreichen Führung beantwortet. Um auch weiterhin Transparenz zu zeigen, geht das Rheda-Wiedenbrücker Familienunternehmen nun neue Wege: Seit dieser Woche können Interessierte online eine digitale 360-Grad-Tour durch den Betrieb machen.

Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass Tönnies seine vorerst letzte Besuchergruppe durch das Werk an der Gütersloher Straße geführt hat. „Im Jahr haben wir hier mehreren Tausend Interessierten unsere Betriebsstätte gezeigt“, sagt Tönnies-Geschäftsführer André Vielstädte. „Durch Corona und die immer noch erhöhten Präventionsmaßnahmen sind die Führungen aber auf nahezu null heruntergefahren.“ Um dennoch möglichst vielen Interessierten einen Einblick in die Produktion der hochwertigen Lebensmittel zu geben, hat das Unternehmen eine digitale Betriebsführung erarbeitet.

„Wir stehen voll hinter unserer Produktion und unseren Abläufen. Da haben wir nichts zu verstecken – im Gegenteil“, erläutert Andrè Vielstädte. „Viele Besucher haben uns immer wieder geschildert, wie beeindruckend sie die Führung und unser Werk fanden.“ Daher laute das Motto auch weiterhin: Volle Transparenz. So können die virtuellen Besucher sich durch den gesamten Prozess der Lebensmittelgewinnung klicken: Tönnies zeigt die Anlieferung der Tiere am Wartestall, den Zutrieb zur Betäubung, die Schlachtung und Zerlegung, den Versand und die Logistik. „In der digitalen Führung zeigen wir alles, was wir den Besuchern bei einer normalen Führung vor Ort auch immer offen und transparent präsentiert haben“, fügt der Geschäftsführer hinzu. „Uns ist es wichtig zu zeigen, wie wir arbeiten.“

An mehreren Tagen sind die verschiedenen Stationen der Produktion mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen worden. „Dadurch hat der digitale Besucher die Möglichkeit, sich komplett in alle Himmelsrichtungen zu drehen. So erhält man einen kompletten Einblick in die jeweiligen Bereiche“, führt Vielstädte weiter aus.

Eine Mitarbeiterin von Tönnies begleitet die Nutzer auf der Tour. Dabei erläutert sie Wissenswertes zum Unternehmen und zu den Bereichen der Produktion. Mit der digitalen Betriebsführung geht das Familienunternehmen aus Rheda-Wiedenbrück einen Weg, den bislang noch kein Mitbewerber der Branche gegangen ist. „Wenn wir darüber reden, dass der Verbraucher zu wenig über die Landwirtschaft weiß, dann gilt das auch für die Lebensmittelproduktion. Hier wollen wir mit unserer digitalen Tour nun Abhilfe schaffen“, unterstreicht Geschäftsführer André Vielstädte. Aufrufbar ist die digitale Betriebsführung unter www.toennies.de/digitale-betriebsfuehrung/